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Es ist Welttag des Buches

„Kein Schiff trägt uns besser in ferne Länder als die Seiten eines Buches.“ – Emily Dickinson

Zum 23. April begehen wir weltweit den Welttag des Buches. Wer mir folgt und/oder mich kennt weiß, dass ich Bücher sehr schätze und liebe und ein Leben ohne Bücher gar nicht vorstellbar wäre. Und das nicht nur, weil ich seit 2025 selbst Autor eines Buches [Einmal queer gespiel] bin. Endlich weiß ich, wie es sich anfühlt, ein Baby zu haben.

Schon in Kindes- und Teeniealter las ich ständig und viel – vor allem Fantasy-Literatur. Was erinnere ich mich an die Abenteuer mit Eragon, mit dem Schwert der Wahrheit, mit Tintenherz und mit Autor*innen wie Bernhard Hennen und Tad Williams. Zu späteren Zeiten verschlang ich auch viele Krimis und Thriller und durfte mich dank Val McDermid und David Baldacci fürchten und mitfiebern.

Seitdem ich 2015 mit dem Studium anfing, wandelte sich mein Interesse irgendwie weg von der Fiktion hinweg zur Welt der Non-Fiktion, zu den Sach- und Fachbüchern. Ich liebe einfach die vielfältigen Perspektiven, die spannenden Gedanken von Autor*innen und die Einblicke in andere Zeiten, Lebensrealitäten und Köpfe.


So wie in Daniel Schreibers „Liebe! Ein Aufruf“, in dem sich der Autor in einer Mischung aus theoretischen Überlegungen, Einblick in den tagesaktuellen Schreibkurs und eigener Biografie einfach einem großen Thema widmet: Liebe. Was ist das, wo ist sie hin, wieso fehlt sie und wie bekommen wir sie zurück? [zum Buch]

Um Liebe geht es irgendwie auch in UNIversal gescheitert von Lisa Niendorf. Also um die Liebe zur Wissenschaft, die man aus dem Text herauslesen kann. Leider scheint diese Liebe und die Wertschätzung in Deutschland nicht erwidert zu werden. Es ist eine schockierende Abrechnung mit einem Wissenschaftssystem, das alles andere als liebevoll mit seinen klugen Köpfen umgeht. [zum Buch]

Bleiben wir einfach beim Thema Liebe, weil es zufällig als Buch ganz oben lag: Sie ist ein körperliches Gefühl, wir kennen vielleicht diese „Schmetterlinge im Bauch“. Wie man den Körper gut spüren kann, wie er mit unserer psychischen Verfassung in Wechselwirkungen tritt und wie man es für sich nutzt, darüber schreibt Elli Kutscha in „Embodiment entdecken“. [zum Buch]

Nicht weniger um körperliche Empfindungen und Liebe dreht sich auch Philipp Rulands ‚So verletzt!‘. Wie komme ich auf diese Themen, wenn es hier doch um psychische Gewalt geht? Einerseits natürlich, weil sich psychische Gewalt und ihre Folgen auch körperlich äußern kann: Ruland beschreibt körperliche Angst, Antriebs- und Kraftlosigkeit und weitere mögliche Folge. Was hat das mit Liebe zu tun? Sehr wenig und genau das ist in vielen Kontexten psychischer Gewalt mit das Problem! Er spricht von der Gewalt in Beziehungen, in denen Liebe sein sollte. Familie, romantische Beziehungen, Freundschaften. [zum Buch]

Dann bleiben wir beim Thema Psychologie und Psyche, gehen aber auf eine andere Ebene der Liebe: Die Neugier! Zumindest würde ich als Person, die Wissen und Wissenschaft liebt, hier von Liebe sprechen. Ich liebe es, neue Dinge zu lernen. Oder Bekanntes in neuem Kontext zu lesen, wie in Bent Freiwalds ‚Wer denkt, ist klar im Vorteil‘. Ein ganzer Tag, von früh bis spät, mit deinem Gehirn. Ja, du hast richtig gehört. Freiwald erzählt dir, was dein Gehirn so tut. Vom Schlafen und Träumen über den Weg zur Arbeit bis hin zum Feierabend! [zum Buch]

Schlafen, Arbeiten, Feierabend haben. Wir alle kennen das und wir alle sollen das so tun und sogar toll finden – vielleicht sogar lieben. „Tu, was du liebst und du wirst keinen Tag deines Lebens arbeiten müssen“, heißt dieser eine Spruch, den man irgendwo mal aufschnappt. So soll Glück aussehen? Macht die Arbeit, die wir lieben, uns wirklich glücklich? Und ist Glück hier die Maxime im Leben? In ‚das Glücksdiktat‘ von Edgar cabanas und Eva Illouz geht es genau darum: Um den Blick aufs Glück, auf neoliberale Vorstellungen und Normen, wie unser Leben gestaltet werden soll. Auch die positive Psychologie wird kritisch erwähnt! [zum Buch]

Wenn man das schon liest, dann kann man im Anschluss auch gleich Brandts Dissertation dazu lesen. „Kritik der positiven Psychologie“ ist eine Auseinandersetzung mit der positiven Psychologie. Ihre Entstehung, ihre Geschichte, ihre Verflechtungen in Institutionen, Firmen, Religion und sehr viel Geld. [zum Buch]

Einige dieser Bücher habe ich bereits rezensiert, solltest du mehr dazu erfahren wollen!

Der Welttag des Buches ist eine schöne Erinnerung daran, dass ich Bücher liebe. Ich liebe Lesen, ich liebe die Worte von Autor*innen, die vielfältigen Perspektiven. Danke an alle, die Bücher schreiben!